Hl. Apostel Petrus – bitte für uns!

Der Apostel Petrus ist der neue Jahresheilige der Hope City. Was für eine schöne Überraschung! Im Franziskusjahr steht uns nun auch der Apostelfürst als Patron und Fürsprecher zur Seite. Wir wollen dies zum Anlass nehmen, unsere Verbundenheit mit dem Bischof von Rom, Papst Leo XIV., noch tiefer zu schätzen.

Der hl. Petrus ist für die HOPE City ganz konkret Vorbild und Ansporn

Während seiner Zeit zusammen mit dem Herrn, ist er diesem niemals von der Seite gewichen. Bei all seiner Widersprüchlichkeit war er derjenige unter den Aposteln, der stets am meisten Mut und Initiative bewiesen hat: Sei es bei dem Sturm auf dem See, seinem Messias-Bekenntnis oder dem Versuch, den Herrn mit dem Schwert vor der Verhaftung zu bewahren. So ambivalent, wenig durchdacht und impulsiv sein Handeln nicht selten gewesen sein mag, es war von echter Liebe und Bewunderung für Jesus durchdrungen. Das hat der Herr, der die Herzen der Menschen kennt, gespürt.

Und es hat ihm gereicht, Simon die verantwortungsvolle Aufgabe, seine Herde zu weiden, seine Kirche zu leiten, anzuvertrauen. Die Botschaft dahinter ist eindeutig: Egal um welches Amt oder um welche Aufgabe es sich handelt – die Liebe zum Herrn hat in der Kirche an erster Stelle zu stehen, administrative Brillanz, so wichtig sie ist, erst an der zweiten. Deshalb die dreifache Frage an den Apostel nach der Auferstehung: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ (Joh 21,15ff)

Zeichnung des Hl. Apostels Petrus
Joachim Schäfer – Ökumenisches Heiligenlexikon

Das Evangelium als Richtschnur

In der Apostelgeschichte können wir lesen, wie schnell Petrus aufgrund seiner Liebe zum Herrn in und mit seiner Aufgabe gewachsen ist. Er übernimmt die Wortführerschaft unter den Aposteln und hält in der Öffentlichkeit vor den Juden Reden, die dem einfachen, ungebildeten Fischer niemand zugetraut hätte.

Sogar zwei Briefe sind uns aus seiner Hand überliefert. Im ersten betont er v.a. die Bedeutung von Glauben, Standhaftigkeit und einem Leben nach den Prinzipien des Evangeliums. Auch für uns in der Hope City ist das die Richtschnur, an welcher wir uns ausrichten wollen. Dabei steht uns im kommenden Jahr besonders die Mahnung des Apostels vor Augen: „Deshalb umgürtet euch und macht euch bereit! Seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi geschenkt wird!“ (1 Petr 1,13) Es ist unser Apostolat, zur Verfügung zu stehen, wo der Herr uns ruft. Doch dabei ist es entscheidend, bei allem, was wir tun, den Herrn und seine helfende Gnade nicht aus den Augen zu verlieren. Wie schnell verwandelt sich sonst alles menschliche Tun in blinden Aktionismus oder gar in eine ängstliche Verleugnung des Herrn, wie es Petrus selbst erfahren musste.

Petrus wäre aber nicht der Fels, wenn er nicht aus seinem Fehler gelernt und es künftig besser gemacht hätte. So sprang er, obgleich kaum bekleidet – denn er schämte und fürchtete sich nicht (vgl. Gen 3,7.10) –, noch vor allen anderen in den See von Tiberias und schwamm dem Herrn entgegen, sobald ihm die Identität des Auferstandenen von Johannes enthüllt worden war. Von Petrus können wir lernen, unsere Grenzen anzuerkennen und sie sogar zum Anlass nehmen, uns von anderen helfen zu lassen, aufeinander zu hören und einander zuzutrauen, ein Gespür für die Anwesenheit des Herrn zu haben, auch wenn es von unserem eigenen abweicht.

Lebendige Steine

So soll uns der Apostelfürst Ansporn sein, uns „als lebendige Steine zu einem geistigen Haus, zu einer heiligen Priesterschaft aufbauen“ zu lassen, „um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen!“ (1 Petr 2,5) Was wir im Herrn darbringen und aufopfern birgt Leben und stiftet Gemeinschaft mit ihm und untereinander. Voll Zuversicht lassen wir uns von Petrus zusprechen: „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.“ (1 Petr 2,9)